+++ 10:57 Russische Partisanen kündigen weitere Überfälle an +++ (2023)

Die Region Belgorod war Anfang der Woche Schauplatz von Gefechten zwischen aus der Ukraine eingedrungenen Kämpfern und der russischen Armee. Der mutmaßliche Chef des Russischen Freiwilligenkorps (DRK), Denis Kasputin, reklamiert den Überfall auf die Region für sich. Nun kündigt er weitere Aktionen auf russischem Territorium an. "Ich denke, dass Sie uns auf dieser Seite wiedersehen werden", sagt Kasputin laut CNN zu Reportern. Kasputin zufolge sei der Angriff Anfang der Woche ein Erfolg gewesen. Seiner Einheit sei es gelungen, "einige Waffen", darunter einen Schützenpanzer, zu beschlagnahmen und Gefangene zu machen. Russische Behauptungen über schwere Verlust seiner Einheit dementiert er.

+++ 10:02 Moskau und Minsk unterzeichnen Dokument für Atomwaffen-Stationierung +++
Russland treibt die angekündigte Stationierung taktischer Atomwaffen im Nachbarland Belarus voran. Die Verteidigungsminister beider Länder unterzeichneten ein Dokument zu der Stationierung, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldet. "Russland übergibt Belarus die Atomwaffen nicht: Die Kontrolle darüber und die Entscheidung über einen Einsatz verbleiben bei der russischen Seite, sagt Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu in Minsk bei der Vertragsunterzeichnung. Zudem warf er dem Westen vor, einen "unerklärten Krieg" gegen Russland und Belarus zu führen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte im März eine Stationierung taktischer Atomwaffen in Belarus angekündigt. Der Bau eines Lagers für die Atomwaffen sollte den damaligen Angaben zufolge bis Juli abgeschlossen sein.

+++ 09:27 Prigoschin: Gruppe Wagner startet Abzug aus Bachmut +++
Die russischen Wagner-Söldner haben nach Angaben ihres Chefs Jewgeni Prigoschin mit dem Abzug aus der ostukrainischen Frontstadt Bachmut begonnen. Das sagt Prigoschin in einem Video. Prigoschin hatte kürzlich den Abzug seiner Söldner aus der Stadt vom 25. Mai bis 1. Juni angekündigt, nachdem er Bachmut für vollständig erobert erklärt hatte. Die Wagner-Söldner sollen demnach dann von regulären russischen Truppen ersetzt werden. Die Ukraine bestreitet, dass russische Truppen Bachmut vollständig eingenommen haben.

+++ 09:14 Kiew: Alle Drohnenangriffe in der Nacht abgewehrt +++
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben alle russischen Drohnenangriffe in der Nacht abgewehrt. "Ein hundertprozentiges Resultat. 36 von 36", schreibt der Kommandierende der ukrainischen Luftwaffe, Mykola Oleschtschuk, auf seinem Telegram-Kanal. Er lobt die Flugabwehr für ihre Arbeit. In der Nacht hatte Russland erneut zahlreiche Drohnen losgeschickt. Angaben aus Kiew zufolge handelte es sich dabei um Shahed-Drohnen iranischer Bauart.

+++ 08:41 FSB meldet Festnahme angeblicher Saboteure +++
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB meldet die Festnahme von ukrainischen "Saboteuren". Eine Gruppe des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes habe Anfang Mai versucht, etwa 30 Stromleitungen der Atomkraftwerke Leningrad und Kalinin zu sprengen, heißt es in einer von russischen Nachrichtenagenturen zitierten Erklärung des FSB. Ziel sei es gewesen, die Abschaltung der Reaktoren zu bewirken.

+++ 08:07 Weichert: "Russland gruppiert im großen Stil Truppen um" +++
Die Ukraine verzeichnet große Truppenbewegungen der russischen Streitkräfte. Hinter dem Schritt könnten Vorbereitungen auf eine ukrainische Gegenoffensive stecken. ntv-Korrespondent Jürgen Weichert berichtet.

+++ 07:36 Besatzungschef: Mehrere Drohnen über Sewastopol abgeschossen +++
Russische Einheiten haben in der vergangenen Nacht über der besetzten Stadt Sewastopol auf der Krim mehrere Drohnen abgeschossen. Das teilt der Besatzungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf Telegram mit. Demnach sollen Einheiten der Schwarzmeerflotte zwei Drohnen mit Kleinwaffen abgeschossen haben, während "mehrere andere Drohnen" von Spezialisten für elektronische Kriegsführung vom Himmel geholt worden seien.

+++ 06:55 Ukraine meldet 28 Gefechte im Osten +++
Die russischen Streitkräfte konzentrieren ihre Angriffe nach ukrainischen Angaben weiterhin auf die Städte Kupjansk, Lyman, Bachmut, Awdijiwka und Marjinka im Donbass. "An den angegebenen Frontabschnitten kam es zu 28 Gefechten", heißt es im morgendlichen Lagebericht des Generalstabs in Kiew. Dabei habe Moskau 400 Soldaten verloren. Zudem zählt der Generalstab 30 russische Luftangriffe in den vergangenen 24 Stunden.

+++ 06:03 Bericht: Südkorea liefert über die USA Munition an die Ukraine +++
Südkorea rückt einem Zeitungsbericht zufolge von ihrer bisherigen Haltung ab und liefert nun doch Munition für die Ukraine. Die Regierung in Seoul habe mit Washington eine "vertrauliche Vereinbarung" getroffen, Artilleriegeschosse zunächst in die USA zu überführen, von wo aus sie dann an die Ukraine geliefert werden, berichtet das "Wall Street Journal". Der Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums, Jeon Ha-kyu, bestätigt, dass es Gespräche mit dem Pentagon über Munitionsexporte gegeben habe. Der WSJ-Bericht enthalte jedoch "ungenaue Teile". Er lehnt es ab, Einzelheiten zu nennen. Südkorea ist ein wichtiger Hersteller von Artilleriegeschossen. Bislang lieferte das Land unter Verweis auf die Beziehungen zu Russland keine tödlichen Waffen an die Ukraine.

+++ 05:06 Massive Luftangriffe auf Kiew und andere Städte +++
In zahlreichen Gebieten der Ukraine wird in der Nacht erneut Luftalarm ausgelöst, unter anderem in Charkiw in der Ostukraine und in Tscherniwzi im Westen des Landes. Auch in der Umgebung der Hauptstadt Kiew ist die Luftabwehr aktiv. "Kiew erneut aus der Luft angegriffen", schreibt der Chef der Zivil- und Militärverwaltung von Kiew, Serhij Popko, bei Telegram. Der Luftalarm in der Stadt habe mehr als drei Stunden gedauert. "Der Angriff war massiv", so Popko weiter. Russland greife "in mehreren Wellen" an, mit Pausen zwischen den Drohnenattacken. " Es seien auch in dieser Nacht im Iran hergestellte Schahed-Drohnen eingesetzt worden. Die Luftabwehr habe jedoch sämtliche Marschflugkörper zerstört.

+++ 02:38 Moskau: Berichte über Brand am Verteidigungsministerium falsch +++
Der russische Katastrophenschutz weist Berichte über einen Brand am Gebäude des Verteidigungsministeriums in Moskau zurück. Die Löschmannschaften hätten kein Feuer entdeckt, zitiert die Nachrichtenagentur Tass einen Sprecher des Katastrophenschutzes. Die staatliche Agentur hatte zuvor unter Berufung auf einen Vertreter der Rettungsdienste von einem Feuer auf einem Balkon des Gebäudes berichtet. In online kursierenden Videos ist Rauch an dem Gebäude zu sehen.

+++ 01:33 Selenskyj appelliert an den Iran +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert den Iran auf, die Lieferung tödlicher Drohnen an Russland zu überdenken. "Welchen Nutzen hat der Iran von einem solchen zynischen Töten? Durch russische Hände, aber mit euren Waffen, euren Waffen ... Eure Schaheds, die jede Nacht die Ukraine terrorisieren, bedeuten nur, dass das iranische Volk immer tiefer in die dunkle Seite der Geschichte getrieben wird", sagt Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache. "Die einfache Frage lautet: Welches Interesse haben Sie daran, ein Komplize des russischen Terrors zu sein?" Der Iran bestritt zunächst, die Schahed-Drohnen an Russland geliefert zu haben, erklärte aber später, vor Beginn des Konflikts eine kleine Anzahl davon zur Verfügung gestellt zu haben. Ukrainischen Angaben zufolge haben die Luftabwehrsysteme bislang zwischen 900 bis 1160 der Kamikaze-Drohnen abgeschossen.

+++ 23:45 Selenskyj: Lieferung von F-16 wird Signal für Russlands Niederlage +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verbindet große Hoffnungen mit den in Aussicht gestellten Kampfjets des US-Typs F-16. Sie würden nicht nur die Verteidigung des Landes stärken, sondern wären ein starkes Signal dafür, dass Russland mit seiner Aggression scheitern werde, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. US-Präsident Joe Biden hatte am Rande des G7-Gipfels führender demokratischer Wirtschaftsmächte vergangene Woche grundsätzlich den Weg dafür freigemacht, im Rahmen einer Koalition von Verbündeten F-16-Jets an die Ukraine zu liefern.

+++ 22:18 NYT: Ukraine könnte hinter Drohnen-Angriff auf den Kreml stecken +++
Nach einem Bericht der "New York Times" könnte der Drohnenangriff auf den Kreml in Moskau Anfang Mai von militärischen oder geheimdienstlichen Spezialeinheiten der Ukraine eingefädelt worden sein. Zu dieser Einschätzung kommen US-Behörden laut der Zeitung teilweise durch abgefangene Mitteilungen. Die US-Geheimdienste wüssten jedoch nicht, welche Einheiten verantwortlich sein könnten und ob der ukrainische Präsident Selenskyj oder seine Spitzenbeamten davon gewusst haben. Die Geheimdienstler halten es demnach für eher unwahrscheinlich, dass die ukrainische Regierung den Drohnenangriff genehmigt hat. Die "New York Times" beruft sich auf Angaben von US-Beamten. Dem Bericht nach soll die Biden-Regierung besorgt sein, dass Russland wegen Attacken wie jene auf den Kreml die USA beschuldigt und den Krieg über die Ukraine hinaus ausweitet.

Politik 04.05.23 04:11 min

Drohne in Moskau abgeschossen Kreml-Angriff wundert Experten: "Passt nicht zusammen"

+++ 21:39 Kiew: Truppen rücken bei Bachmut langsam vor - Russen tauschen wohl Einheiten aus +++
Laut Hanna Maliar, stellvertretende Verteidigungsministerin der Ukraine, gelingt es Kiews Truppen bei Bachmut "allmählich vorzurücken", wie sie bei Telegram schreibt. Zudem würden die ukrainischen Verteidiger einen Teil eines Bezirks im Südwesten der Stadt nach wie vor kontrollieren. Die russische Seite hat zuletzt behauptet, Bachmut komplett eingenommen zu haben. Laut Maliar sind die Angriffe in der Stadt weniger geworden. "Der Feind wechselt seine Einheiten aus", schreibt sie zur Begründung. Zudem würden die russischen Streitkräfte versuchen, Flanken zu verstärken. Außerhalb von Bachmut haben die ukrainischen Truppen zuletzt Erfolge verzeichnet, während in der Stadt immer mehr die Kreml-Truppen die Oberhand gewinnen.

Die früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

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Author: Corie Satterfield

Last Updated: 07/05/2023

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